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Einnahmen

Man ging nun daran, zu Fastnacht Tanzveranstaltungen zu organisieren und zwar im Saal des Michael Dederich (heute Franken), dessen Dachgebälk aus dem großen Kaisermanöver stammte.
Wir können als sicher annehmen, dass diese Generation der Gründer schon zünftig Fastnacht feiern konnte, zumal die Zeiten politisch und wirtschaftlich stabil waren, wenn auch die Gustorfer bestimmt nicht mit Reichtümern gesegnet waren.

Die Einnahmen bezieht der Verein aus den Mitgliedsbeiträgen – 50 Pfg. Jahresbeitrag, Soldaten frei -, den Eintrittsgeldern an den beiden Karnevalstagen, den Spenden des Vereinswirtes Theißen und den Einschreibegebühren neuer Mitglieder – 1 Mark pro Person -.
Bei den Ausgaben taucht immer wieder die Position „An Bierzech“ auf. Hierbei konnten die Mitglieder gegen einen geringen Obulus eine besstmmte Menge Freibier genießen. Natürlich fielen auch die Ausgaben für die Musik an, wobei jedoch beim Karnevalsumzug am Rosenmontag für eine „Dicke Trommel“ 2,00 Mark und für „Trommel und Flöte“ 3,50 Mark zu Buche standen. Das zeigt, dass der Vorläufer des heutigen straff organisierten Rosenmontagszuges sehr viel weniger Aufwand erforderte und mehr von der Improvisation lebte, einer Stärke des Sprötz-Trupps.
„Mer mache dr Biar los!“ war die Einstellung zu Fastnacht.

Trotz aller Freude vergaß man auch die sozial Schwachen nicht: Bei einem Kassenstand von 230,03 Mark am 13. April 1913 war die Position „Armenabgabe“ in Höhe von 45 Mark schon recht beachtlich. Auch die Kranken ließ man an der jährlichen Bierzech teilnehmen, indem ihnen ein Trunk ins Haus gebracht wurde. Für diesen aufblühenden Verein , der 1914 schon 200 Mitglieder zählte, stellte der Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine empfindliche Störung dar, zumal sicherlich ein Großteil seiner Mitglieder ins Feld rücken musste.
Für die Zeit von 1914-1918 sind dann auch keine Aktivitäten des Sprötz-Trupps festzustellen: Jeder „echte“ Mann hat in dieser Zeit für Kaiser und Vaterland zu kämpfen und notfalls zu sterben.

Die Vereinsarbeit beginnt erst wieder im Jahre 1920 und weit drei Beschlüsse auf die kennzeichnend für die nun beginnende Zeit sind:

1. Seite Statuten 1920

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Der Verein scheint also finanziell in arge Bedrängnis geraten zu sein, wenn er die für damalige Verhältnisse drastische Erhöhung vornimmt.
Aber ein Ausweg aus der Misere war das nicht, denn die Geldentwertung, die in der Inflation von November 1923 gipfelte, belastete auch die Vereinskasse. Im Jahre 1921 betrug der Vereinsbeitrag schon 2 Mark, und stieg von 3 Mark 1922 auf die Höhe von 30 Mark im Jahre 1923. Als Einschreibgebühr waren 70 Mark zu zahlen. Die Ausgaben stiegen natürlich ebenso sprunghaft, wie ich später darlegen werde.
Die o. a. Statuten, die wohl auf Druck der Behörden zustande kamen, regelten die Modalitäten der Vorstandarbeit und des Vereinslebens recht eindeutig.
Nach diesen Statuten, die sicherlich in einigen Punkten den alten Zeitgeist wiederspiegeln, wurde in den nächsten Jahrzehnten verfahren, bis sie im Jahr 1958 überarbeitet wurden.