Aktuell Historie Gliederung Gruppen Termine Presse Bildergalerie Links
Startseite Historie Entwicklung

Historie


Die Gründung Erster Vorstand Einnahmen Entwicklung Höhepunkte

Sitemap Anreise Kontakt Impressum

Weitere Entwicklung

Karnevalsgruppe 1927

(zum Vergrößern klicken)

Der Verein verzeichnet in den nächsten Jahren aber einen ungeahnten Auschwung, trotz – oder gerade – wegen der wirtschaftlichen schlechten Zeiten. Die Bevölkerung von Gustorf handelte in den 20er Jahren nach der Devise: Saure Wochen, frohe Feste, und wendet sich dem Verein zu , der durch seine Fröhlichkeit das harte Leben wenigstens teilweise vergessen lässt. Aber trotzdem fällt es einigen Mitgliedern schwer, den Beitrag zu zahlen.

Der Sprötz-Trupp muss dagegen hart bleiben: „Wer bis zum Fastnachtssonntag 13.11 Uhr den Beitrag nicht bezahlt hat, wird ausgeschlossen.“ Denn die Ausgaben für die Musik waren besondern im Inflationsjahr 1923 ganz enorm: Die Kapelle Anton Aretz, die mit fünf Mann zum Tanz aufspielte, erhielt pro Stunde und Person die Vergütung von 250 Mark.

Als im Jahre 1924 das ärgste überstanden und die Mark wieder eine stabile Währung war, einigte man sich auf einen Preis von 1 Mark (pro Stunde und Person) plus 7 % „Notenverschleiß“. Der Beitrag war inzwischen auch wieder auf 50 Pfg. gesunken. Da die Mitgliederzahl 1926 auf 312 Personen anstieg, wurde das Stiftungsfest zu Fastnacht, das bisher nur im Saale Theißen stattgefunden hatte, in zwei Sälen gefeiert. Der Saal von Rademacher (später Franken) wurde dazu genommen.

Am Samstagabend, sowie am Fastnachtssonntag und am Rosenmontag wurde zum Tanz aufgespielt. Von 16 bis 20 Uhr war dabei meistens ein Freiball; bei den Tänzen wurde jedoch von jedem Paar ein Tanzgroschen kassiert. Dieser Obulus musste auch von den Mitgliedern gezahlt werden, die im übrigen am Abend (Eintritt 1 Mark) bei Vorzeigen ihrer Mitgliedskarte freien Zutritt hatten.

Am Montagabend wurde dann ein Maskenball veranstaltet, wobei je zwei Herren- und Damenpreise pro Saal ausgeschrieben waren. Später differenzierte der Vorstand sein Preisangebot, als man die Gewinne für besonders originelle und schöne Kostüme vergab.
Die Preise bestanden aus Lebensmitteln, Likören und Kleidungsstücken und waren meist von Geschäftsleuten und Bauern gestiftet.

Leider kam es dabei auch zu Unkorrektheiten: Ein Vorstandsmitglied wurde, weil es gestiftetes Hühnerfutter für sein Federvieh verwendet hatte, dazu verurteilt, zehn Eier an eine bedürftige Familie zu liefern.